Facebook oder „Der Pfad zur Hölle“

Facebook das Soziale Netzwerk schlechthin. Die Möglichkeiten sind schier unendlich aber gelegentlich auch unmöglich!

Als ich mich hier als Social-Media-Marketing (SMM) „Leiter“ angeboten, ja doch, ich würde sagen aufgedrängt habe, wusste ich nicht auf was ich mich einlasse. SMM ist ein relativ neuer und unbekannter Begriff, zumindest war es das für mich, vor knapp einem Jahr. Die Thematik soziale  Netzwerke und Freunde im Web etc. waren für mich schon immer sehr interessant und ich habe mich auch viel Privat damit auseinander gesetzt. Somit war für mich, als das Thema hier bei uns aufkam klar: „Ich mach das!“

Die Anfänge in diesem Gebiet gingen einem auch recht einfach von der Hand, sofern man etwas Enthusiasmus mitbringt. Ich habe einen Kurs besucht, um mich auch konkreter mit dieser Sache vertraut zu machen, was das Ganze in einem Unternehmen bewirken kann. Soweit so gut, die Dinge liefen langsam an, „Posts“ wurden gepostet, es wurde über Fotos zu aktuellen Ereignissen und dementsprechenden Sätzen bzw. Statusmeldungen nachgedacht und auch verwirklicht. Es wurde fast  richtig Werbung betrieben. Mehr schlecht als recht aber immerhin. Aller Anfang ist schwer! Monate gingen ins Land aber dennoch die Fangemeinde stieg und für unsere Erwartungen zügiger als gedacht.

Langsam aber sicher taten sich Abgründe auf in dieser unendlichen Weite… Man lernte FBML (Facebook Markup Language) wie seine Muttersprache und legte eine Fanseite (in Neu-Facebookisch „Page“) an und sie lief, also war da, eben hier auf Facebook. Aus 10 Fans wurden 20 dann 40, 50 und so weiter… Aber der Knackpunkt war, alle Fans waren hier aus der näheren Umgebung. Entweder die Arbeitskollegen „likten“ unsere Seite oder die Nachbarn oder einfach nur die Freunde des Chefs. Somit war von Marketing noch nicht viel zu sprechen. Mein Dozent für SMM sagte: „Social-Media-Marketing, ja klar aber 24/7!“ Also 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche! Hört sich einfach an, mal einen Post zu schreiben wie „Auf in eine neue Woche“ oder „Nettes [Produkt] wieder fertig gestellt“ aber es ist viel, viel, viel mehr! Man musste auf mehrere Netzwerke gehen, weil man hier mehr und andere Zielgruppen besser erreichen konnte.

Nach einer gewissen Zeit als sich das Projekt auch bei uns etwas gefestigt hat, fing Facebook an die ersten Änderungen vorzunehmen. FBML sollte entfallen und nur noch iFrames eingebunden werden. Nun fing ich an alle Tabs von FBML in HTML umzuschreiben und diese als iFrame einzubinden. Erst mal mich mit HTML einzuarbeiten war ein Ding für sich, klar hat mir FBML geholfen, da hier viel auf HTML aufbaut aber dennoch, Arbeit war es allemal, zudem ich ja noch meinem normalen Einstellungsgrund nachgehen musste. Nachdem also alle Tabs umgebaut waren und ich mich gefreut habe, dass alles funktioniert, kam die „f8“. Das ist die Entwicklerkonferenz von Facebook, so etwas wie die Keynote von Apple nur eben von Mark Zuckerberg und über Facebook. Was wird als nächstes getan, welche Änderungen werden bei FB getätigt, etc. Dabei kam dann der Begriff „Timeline“ auf. Zunächst nur für private Profile aber ich kann mir nicht vorstellen, das FB ein anderes Layout für „Sites“ und „Pages“ lange hinnimmt. Hier wird man bald auch Anpassungen dahingehend durchführen, dass das Layout sich wieder gleicht. Was das dann bedeutet oder in wie fern wir unsere Page korrigieren müssen, wird sich zeigen.

Parallel zu diesem ganzen stellt sich natürlich die Frage, wie man andere Netzwerke einbindet. Da gibt es dann Twitter, Xing, WordPress, uvm. Man kann logischerweise nicht einen Post bei jedem Netzwerk einzeln schreiben und posten. Dann versucht man eben die Socialdienste zu verknüpfen. WordPress mit Facebook, Facebook mit Xing, vielleicht macht man doch noch ein Windows LIVE Konto auf und verknüpft Twitter, Facebook und Xing mit Windows LIVE? Prinzipiell schon aber dann nur in eine Richtung! Wenn ich alle Netzwerke mit einander Verknüpfe, habe ich eventuell alle posts doppelt und dreifach, somit verschrecke ich meine Freunde bzw. Fans! Die wollen nicht alles drei Mal auf ihrer Pinnwand stehen haben. Ich suche mir also einen Haupt-Statusgeber aus, poste hier nur einmal und es soll auf alle anderen Konten übertragen werden. Hört sich einfach an, ist es aber definitiv nicht!

Unsere Page mit unserem Twitter-Account zu verknüpfen war relativ einfach, da FB über eine eigene Twitter-App verfügt und ich somit einfach nur auswählen muss welche Page ich verknüpfen möchte. Anders ist es wenn ich meine private FB Seite mit Twitter verbinde. Hier muss ich meine FB Seite als RSS Feed über Twitterfeed bei Twitter einbinden. Als ich das gelesen habe dachte ich mir… (Nein das gehört hier nicht hin…) War ich enttäuscht. Zumal man wieder einen neuen Account erstellen muss, wieder ein Passwort mehr und eigentlich garnichts gewonnen hat. Lediglich die Faulheit kann durchatmen… Von einer Page den RSS Feed zu finden ist simpel aber nicht von einer privaten Seite. Ich saß gute vier Stunden daran den Weg zu finden!

Man sieht also nicht alles was glänzt ist Gold! Wer sich mit diesem Thema wirklich richtig auskennen will oder muss, sollte (sofern er es nicht gelernt hat) einiges an Zeit investieren! Vor allem diejenigen die sich komplett auf Neuland begeben werden ihre „Freude“ damit haben.

Dann bleibt mir nichts anderes zu sagen als: „Learning by doing“ und „google is your friend“

Bei diesem Thema kann man Stunden lang googeln aber im Endeffekt kommt man auch nicht viel weiter…

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