staticFBML vs. iFrame

Facebook und seine Tücken – Könnte man diesen Blog ebenso nennen. Es ist schon bemerkenswert wie man als, ich sag jetzt einfach mal Monopolist im Bereich Social Network und das ist denke ich nicht übertrieben, denn schließlich sind laut neuesten Zahlen mittlerweile 50% der Deutschen und noch weitergegriffen heißt es, dass jeder zehnte (der Weltbevölkerung!) bei Facebook ist, mit seinen Kunden umgehen kann. Nicht zum ersten Mal werden irgendwelche Änderungen bei Facebook durchgeführt, von denen man als User wenig, wenn nicht garnichts mitbekommt. Laut meinen Internetrecherchen hat Facebook im August des vergangenen Jahres angekündigt die Application „staticFBML“ auszurangieren und stattdessen auf „iFrames“ zu setzen aber eben leider nicht wann genau! Ich bin ein aufmerksamer Leser der Seite allfacebook.de, für jeden der sich mit SMM (Social Media Marketing) beschäftigt ist die Seite Gold wert. Hier wird wunderbar über Facebook Themen in allen Bereichen geschrieben, erklärt und Hilfestellung geleistet. Ich habe Anfang diesen Jahres dort gelesen, dass „staticFBML“ ausgemustert wird.

Wofür brauchte man „staticFBML“? – Die Applikation machte es möglich seine eigenen „Reiter“ oder Menüpunkte in der Navigation einer Facebook Page einzubauen. Nachdem man so eine Page erstellt hat , wurde einem als Besucher der Seite nur Pinnwand, Info und Fotos angezeigt. Hier konnte man dann z.B. Fotos noch entfernen und stattdessen Videos anzeigen lassen oder Notizen. Wenn man nun dort eigene Menüpunkte haben möchte konnte man die Applikation „staticFBML“ einbinden und eigene „Reiter“ hinzufügen. „Reiter“ noch aus der Zeit vor dem letzten großen Update der Facebook-Seiten, da sich die Menüpunkte hier noch oberhalb der Teilen-Leiste befanden.

Prinzipiell ist die Umstellung auf iFrames ja kein Weltuntergang, man hat ganz klar viele Vorteile gegenüber „staticFBML“. Was allerdings das arbeiten mit HTML, JAVA und CSS angeht, so war „staticFBML“ für den Laien viel einfacher und beinhaltete selbst schon einige Wege die Befehle und Funktionen dieser Sprachen auszuführen. „FBML“ steht hier übrigens für Facebook Markup Language und wurde praktisch von “HTML“ (Hypertext Markup Language) abgeleitet.

Die Vorteile von „staticFBML“ waren zum einen, dass nur einige, wenige CSS oder JAVA Kenntnisse zum programmieren seines „Reiters“ notwendig waren. Viele einfache Funktionen der Befehle wurden von Facebook selbst übernommen und ausgeführt und zum anderen gab es deswegen genügend fertig geschriebene Befehle die man einfach nur kopieren konnte, z.B. von allfacebook.de, seine Pfade anpassen und fertig! Das Ding ist gelaufen. Im Detail sah das Ganze so aus, dass wenn ihr euch unsere Facebook-Seite von meinem Arbeitgeber anschaut www.facebook.com/schmidtkartonagen, haben ich hier einige, eigene „Reiter“ alle mit „staticFBML“ eingebunden. Hauptsächlich geht es mir heute aber um unseren Reiter „NEWS“.

Meine Idee war es, über Neuigkeiten nicht nur einfach einen kleinen Text zu schreiben, sondern alles visuell etwas ansprechender zu gestalten. Hier kamen nun unsere „Buttons“ ins Spiel. Man musste lediglich den HTML Code, hier also ein paar Tabellen mit ensprechend definierter Größe und Bilder-Links in die Anwendung schreiben und das Ergebnis sah aus wie auf dem Bild. Bis hierhin keine große Sache. Jetzt kamen die FBML definitionen und da hat Facebook wirklich gezeigt was sie drauf haben! Man musste lediglich einen sogenannten „FBML LINK“ angeben, in unserem Beispiel einmal die Gitarre und einfach am Ende der Anwendung den „FBML DIALOG“ und noch ein paar Kleinigkeiten wie z.B. ob der Button „Close“ gezeigt wird oder nicht und wenn man ihn klickt ob das Fenster auch wirklich geschlossen wird oder eben nicht. Das wars! Wenn wir nun auf die Gitarre klicken würde sich ein PopupFenster öffnen welches dann wie auf dem zweiten Bild gezeigt aussieht. So hatte man zwar einen ellenlangen HTML Code aber die Programierung war denkbar einfach! Ein Manko war allerdings bei „staticFMBL“, dass man nicht zusätzlich noch andere Funktionen einbauen konnte. Facebook hatte klare Richtlinien die es einzuhalten galt. Man konnte also seiner kreativität nicht unbedingt freien Lauf lassen. Was wohl letztendlich der springende Punkt für Facebook war auf iFrames umzusteigen, denn immerhin wollte man der Konkurenz davon eilen. Wenn ich mir die Konkurenz wie MySpace anschaue, dann hat man zwar eine vielzahl an Designs die man auswählen kann allerdings ist man auf diese beschränkt. Zusätzlich kann man noch kleinere widgets aktiviren oder deaktivieren, was aber auch sehr schnell Unübersichtlich werden kann. Facebook wirkt hier sehr schlicht und aufgeräumt. Alles was man nun zusätzlich machen möchte muss ausgelagert werden.

iFrames sind nichts anderes als Platzhalter! Facebook sagt durch die speziellen Applikationen verschiedenster Anbieter, kostenlos oder kostenpflichtig, werden zwar die „Reiter“ wieder erzeugt aber in jenem selbst wird lediglich Platz reserviert in dem mein iFrame angezeigt wird. Ein iFrame ist also soetwas wie eine eigene kleine Homepage, die zwar gewisse Dimensionen einhalten muss um korrekt angezeigt werden zu können, aber den Programmierfähigkeiten der einzelnen User sind jegliche Möglichkeiten gegeben. So kann von JAVA über CSS und MySQL alles verbaut werden. Das ist sicherlich der große Vorteil von iFrames. Der dadurch resultierende Nachteil ist, wie bei mir, dass ich keinerlei konkrete Kenntnisse von all diesen Programiersprachen habe. In FBML war es noch relativ einfach sich einzulesen aber JAVA, CSS, MySQL und wie sie alle heißen, sind Welten für sich. Wer also keinen Bezug dazu hat wird sich hier mit sicherheit anfangs schwer tun!

Ein kleines Beispiel dazu ist, um wieder auf unsere Buttons zu kommen, die kleinen Fenster die sich öffnen wenn ich einen solchen Button anklicke. Bei FBML war das Fenster in der Breite schon vordefiniert, lediglich die Höhe war anhand des Inhalts variabel. Mit iFrames muss jetzt komplett von Anfang an das ganze aufgebaut werden. Ich habe also eine kleine Homepage die die Buttons anzeigt, bis hierhin nicht viel anders als bei FBML. Ich wollte den „style“ der Fenster allerdings wie von Facebook übernehmen d.h. bei klick auf den Button öffnet sich ein kleines Fenster welches vordefiniert ist und zeigt mir dann den gewohnten Inhalt. Diese Definitionen sind aber nun alle über JAVA zu programieren, was mich vor das erste Problem gestellt hat. Das nächste, daraus resultierende Problem war oder vielmehr ist, die unterschiedlichen Handhabungen der Broser, einzelner Befehle. So hat mein neuer iFrame beim testen auf einem Mac mit Safari wunderbar funktionier sogar und das ist auch neu, durch die iFrames können jetzt Facebook intern, was es ja eigentlich nichtmehr ist, da alles ausgelagert wird, der „Gefällt mir“ und „Share“ Button eingebunden werden. Bei FBML ging dies nicht! Mit Firefox und Internet Explorer wurde mir zwar der iFrame korrekt angezeigt aber das öffnen der kleinen Fenster schlug fehl. Ich vermute, dass das aber an den Browsern selbst liegt und hier mehr oder nach anderen Richtlinen die Popups geblockt werden. Das heißt für mich, ich muss komplett von vorne anfangen…

Ihr seht also das alles seine Vor- und Nachteile hat. Aber das augenscheinlich Bessere muss nicht immer das Beste sein. Ich hoffe natürlich, dass der ganze Aufwand sich mal rentiert aber das weiß man halt leider vorher selten. Das es so viel zu beachten gibt, hätte ich vorher auch nicht gedacht! Ich hoffe ich habe euch nicht zu viel Angst gemacht aber besser jetzt schonmal anfangen die Seiten auf iFrames umzubauen und nebenbei immernoch die FBML Seiten als, dann wenn Facebook sagt, jetzt ist schluss damit, gar keine Reiter mehr zu haben und dann Stress, innerhalb weniger Tage alles umbauen zu müssen.

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